15. November 2020

Ehefrauen, die ihre Ehen und ganze Generationen segnen

Ehefrauen, die ihre Ehen und ganze Generationen segnen

Bibeltext: 1. Petrus 3,1-7

Ich freue mich wirklich sehr, dass ich heute nicht allein hier stehe, sondern dass viele gekommen sind, das verwundert mich ja fast. Nein, eigentlich verwundert es mich nicht, dass wir bei dem heutigen Thema mehr sind als in der letzten Woche. Ich habe mich gefragt, als wir in der letzten Woche angefangen haben, uns mit dem Thema Mann sein und Frau sein zu beschäftigen und wir die Predigten ins Internet gestellt haben: Warum wird ausgerechnet eine solche Predigt so massiv angeklickt? Also, im Vergleich zu anderen Predigten ist es Wahnsinn. Wahnsinn, was hier für ein Abruf stattfindet.  

Warum ist das so? 

Ich denke, Mann sein und Frau sein ist in unserer Zeit eine total verunsichernde Geschichte. Viele Menschen suchen Orientierung, auch Christen sind auf der Suche: Wie kann ich heutzutage artikulieren, ein Mann zu sein oder eine Frau zu sein? 

Und ich möchte euch bitten, dass ihr mit mir 1. Mose 2 aufschlagt. Wenn wir heute über die Frauen sprechen möchten, dann müssen wir nämlich ein kleines Fundament legen. In 1. Mose 2, Verse 4 bis 25 lesen wir, wie Gott die Welt und natürlich auch den Menschen geschaffen hat. Er hat Adam und Eva in den Garten Eden gesetzt und Adam und Eva hatten viel Spielraum, sich in diesem Garten, in Gottes Gegenwart zu entfalten. Und wir haben es in der letzten Woche gehört: Gott verlieh dem Mann eine besondere Führungsverantwortung. 

In 1. Mose 2, Verse 16 bis 18 lesen wir: Und der HERR, Gott, gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du essen; aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben. Und der HERR, Gott, sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. 

Es heißt hier, dass Gott dem Menschen gebot. In dem Augenblick, als das Gebot, die Frucht vom Baum der Erkenntnis nicht zu essen, im Garten Eden gegeben wurde, war Eva noch gar nicht da, war die Frau noch nicht einmal existent, nur der Mann war da und Gott hat dem Mann ein Gebot weitergegeben und ihn damit in eine besondere Verantwortungsrolle seinen Nachkommen gegenüber gebracht und seinem Gegenüber gegenüber, also seiner Hilfe oder alte Übersetzung Gehilfen. Wir kommen noch zu diesem Wort. Erst nachdem er das Gebot weitergegeben hat, heißt es, es ist nicht gut, dass der Mensch, also Adam, allein ist, ich möchte noch jemanden für ihn machen. 

Wir sehen in der Folge der Geschichte, dass der Mann die Rolle trägt, Konstanz, Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten und zu schaffen, das ist niemandem anderen im Garten Eden vorbehalten; allein der Mann muss das tun. Ob man sich darüber freut, das ist noch einmal eine andere Geschichte, ob man derjenige sein möchte, der am Ende verantwortlich ist für den ganzen Murks. Ihr kennt den Geschichtsverlauf, wir werden es gleich noch lesen. Eva hat zwar als erste die Frucht gegessen, aber die Bibel spricht sehr eindeutig darüber, in Römer 5, Vers 14, dass die Sünde durch Adam in die Welt kam. Eigentlich müsstest du sagen: Nee, nee, nee, das hast du missverstanden, Paulus, durch Eva, die Frau, die schwache Frau war es; durch sie ist die Sünde in die Welt gekommen. Aber die Bibel hat nicht diese Logik; durch Adam kam die Sünde in die Welt. Da sehen wir eine Verantwortung, als Mann Schutz und Konstanz zu bieten und Stabilität zu schaffen. 

In der letzten Predigt habe ich euch eine Illustration vom Tanzen gegeben, könnt ihr euch erinnern? Ja, drei Leute können sich erinnern, das ist gut. Ich möchte gerne dieses Bild weiterspinnen, da ich glaube, dass diese Illustration uns sehr hilft, zu verstehen, worum es im Miteinander zwischen Mann und Frau geht. 

 Auch im Tanz ist es so, ihr kennt vielleicht noch diesen Satz: Der Mann ist nur der Rahmen und die Frau ist das Bild. Der Mann schafft, wenn Mann und Frau miteinander tanzen, genau das Gleiche: Konstanz, Stabilität und Sicherheit. Der Mann setzt während des Tanzes die Frau in Szene, nicht sich selbst, er ist nur der Rahmen. Er muss ihre Stärken unterstützen, weil sie, ich sage es mal so, das Glamouröseste beim Tanz ist. Der Fokus liegt auf der Frau, und er muss seinen Fokus auf sie haben. Und jetzt ist es so, wenn du tanzt und nicht über den Grundkurs hinaus gekommen bist, dass du vielleicht denkst, okay, Tanzen geht immer so im Quadrat und das war es dann, so wie vielleicht beim Abiball einige tanzen. Das ist schon ein netter Anfang, aber wenn du etwa den langsamen Walzer richtig tanzt, dann kannst du hier den ganzen Parkplatz benutzen und den benötigst du auch, weil du dann weit ausladende Schritte machen musst, um die Figuren, die du tanzen möchtest, zu tanzen.   

– Irgendwann einmal müssen wir eine praktische Einlage bieten, Miriam. – 

Und es passiert immer wieder, dass du, wenn du tanzt, in Situationen kommst, wo Platzmangel herrscht, und du als Mann die richtigen Impulse setzen musst, um das Paar als Gesamtes aus diesem Dilemma hinauszubewegen, damit die Frau nicht zack, mit dem Rücken gegen die Wand knallt, sich den Kopf aufschlägt und dann ins Krankenhaus muss. Es ist deine Verantwortung, das Gesamte zu übersehen und die Kontrolle über die Situation zu behalten. Die Frau verlässt sich im Tanz darauf, dass der Mann das tut, weil sie sich auf ihre eigene Choreografie, ihre Bewegung und auf ihre Stärke konzentrieren muss. Und damit die Choreografie gut getanzt werden kann, muss der Mann bei Platzmangel, im Dilemma, in Bedrängnis, die richtigen Impulse setzen. Jetzt ist es nicht so, dass der Mann, um richtige Impulse zusetzen, damit das Paar aus dem Dilemma herauskommt, die Frau anschreien oder ihr eine Watschen geben muss, damit sie versteht, was jetzt zu tun ist. Das ist nicht die Haltung beim Tanzen; von außen bemerkst du nicht, dass der Mann Impulse setzt. Das Paar weiß aber sehr wohl, jetzt gibt es einen Impuls: weiter nach links, wir müssen die Drehung stärker nehmen. Von außen bemerkst du es nicht, aber das Paar, das aufeinander eingespielt ist, merkt es sehr deutlich. Und die Frau merkt auch, wenn der Mann vergisst, die Impulse zu setzen. Du brauchst also keine starken und auch nicht viele Impulse zu setzen, aber du musst entscheidende Impulse für das Paar setzen; damit die Frau sich auf ihre Stärke und auf ihre Begabung in diesem Tanz konzentrieren kann.  

Jetzt könntest du sagen: Sind das nicht alles ziemlich harte und unflexible Festlegungen? Was soll denn das? Kann man da die Rollen nicht tauschen? Jeder, der einmal Sport gemacht hat, und ich hoffe, dass ich nicht der Einzige hier bin, weiß, jeder Sport hat Spielregeln und sie funktionieren so, dass das Spiel gelingt und es organisiert stattfinden kann. Und wenn wir über die Ehe sprechen, so gibt es auch in unserem Ehetanz gewisse Spielregeln, die der Schöpfer für dieses Spiel eingesetzt hat. Und Adam sollte, ob es ihm gefällt oder nicht, ich glaube, es hat ihm in der Konsequenz nicht gefallen, die Choreografie, das, was Gott weitergegeben hat, im Blick behalten. 

Wir lesen in 1. Mose 3, Verse 1 und 6. Die Schlange sprach zur Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen? Und nach einem kleinen Wortwechsel heißt es in Vers 6: und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß. Wir sehen an diesen zwei Versen, und das ist für unser Thema enorm wichtig, Satans Angriff zielt auf die Verwirrung der Rollenverteilung in der Choreografie. Er ist nicht zu dem Verantwortungsträger gegangen, den Verantwortlichen ist Satan übergangen und hat ganz gezielt die Frau angesprochen. Und hat sie in einem Verantwortungsbereich angesprochen, der nicht in ihrer Jobbeschreibung steht. Satans Idee ist immer, die Ordnung, die Gott einsetzt, umzudrehen und ins Gegenteil zu verkehren. Deswegen ist es überhaupt keine Überraschung, dass Satan plötzlich mit der Frau spricht. Das, was Gott an choreografische Ordnung einsetzt, das ist ihm natürlich zuwider. Und deswegen spricht er an dieser Stelle die Frau an. Und was ist mit Adam? Es ist nicht so, dass Eva zufällig da ganz allein im Garten, in der Nähe des Baumes der Erkenntnis ist und denkt: Okay, ich esse davon und ich nehme etwas mit nach Hause und bringe das meinem Mann. So ist das nicht. In unserem Text heißt es, sie aß und sie gab auch ihren Mann bei ihr. Adam war dabei. Adam hat es gesehen. Adam hat alles gehört. Adam war im Tanz mit seiner Frau. Und plötzlich sind sie in dem Moment, dass sie gegen die Wand fahren und anstatt Impulse zu setzen, um Eva zu retten, scheiterte er und verfehlte es, den Reiz zu erzeugen.  

Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, wie oft beschweren sich Frauen über inaktive und impulslose Männer? Das ist ein wirkliches Drama. Bei aller Emanzipation, die wir haben, und für die wir in weiten Teilen auch dankbar sein können, dass Frauen gleiche Rechte haben, wählen dürfen, dass Frauen einen Beruf annehmen können ohne die Unterschrift ihres Mannes, das sind alles gute Dinge. Das sind übrigens alles Dinge, die sich dort ausbreiten, wo das Christentum Fuß fasst, um den Frauen zu ihrem Recht zu verhelfen. Dennoch hört man trotz aller Emanzipation es immer und immer wieder, dass Frauen sich darüber beklagen, dass ihre Männer impulslose Wesen sind und sie sich eigentlich nichts anderes wünschen, als dass ihr Mann endlich seine Stellung einnimmt und die richtigen Reize setzt. – Einige Frauen fangen an, zu schmunzeln. –  

Ich war mit einigen im Gespräch nach der Predigt. Es ist unfassbar, wie viele Wellen das geschlagen hat. Und ich habe mit einer Frau Korrespondenz gehabt, denn wir Männer sollen doch einsichtig bei den Frauen wohnen, das heißt, wir sollen studieren, was ihre Bedürfnisse und Verlangen und was ihre Gedanken sind, und das habe ich auch getan. Und dann habe ich diese Frau gefragt: Wie wirkt sich ein phlegmatischer Mann auf die Ehe aus? Also, welchen negativen Effekt hat das auf die Ehe? Ich zitiere, es sind nicht meine Worte, Zitat: >> Frauen werden hart, verlieren an Weiblichkeit und werden in eine Rolle gedrängt, die sie nicht wollen und übernehmen Aufgaben, in denen sie sich selbst nicht wohlfühlen, die aber gemacht werden müssen. Frauen fühlen sich dann nicht ernst genommen und nicht wirklich geliebt, was zur Folge hat, dass sie sich nur schwer oder gar nicht fallen lassen können, auch in Bezug auf das Sexualleben in der Ehe. << Das ist ein Brett. Ich lasse den letzten Teil aus, es sind auch Kinder unter uns.  

Man wird in eine Rolle gedrängt, man muss Aufgaben übernehmen, die man gar nicht will und in denen man sich nicht wohlfühlt, aber sie müssen einfach gemacht werden und irgendwie haben Frauen die Fähigkeit, beides ausfüllen zu können. Aber Gottes Wort gibt uns die Choreografie, dass Mann und Frau miteinander in ihren gottgegebenen Verantwortungsbereichen agieren sollen. Und du bist frei, zu versuchen, die Regeln zu ändern, wie du willst; ich sage dir nur eins, das ändert nichts daran, wie Gott die Sache betrachtet. Du kannst das alles auf den Kopf stellen und sagen: Nein, das gilt nicht mehr, das hört sich alles seltsam an, das ist ewig gestrig und übelst orthodox und konservativ, damit möchte ich nichts zu tun haben; diese Verantwortungsrolle des Mannes gibt es nicht.  

Gott interessierte das ziemlich wenig, dass Satan angefangen hat, die Rollen zu verkehren und die Menschen sich darauf eingelassen haben. Als Gott nämlich dann in die Szene kommt, lesen wir in 1. Mose 3, Verse 8 bis 12: Und sie hörten die Stimme des HERRN, Gottes, der im Garten wandelte, bei der Kühle des Tages. Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor dem Angesicht des HERRN, Gottes, mitten zwischen den Bäumen des Gartens. Und der HERR, Gott, rief den Menschen und sprach zu ihm. Er sagt jetzt nicht, wo seid ihr? Er sprach: Wo bist du? Da sagt er, ich hörte deine Stimme im Garten, und ich fürchtete mich, weil ich nackt bin und ich versteckte mich. Und er sprach: Wer hat dir erzählt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du solltest nicht davon essen? Da sagte der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, sie gab mir von dem Baum, und ich aß. Das zweite Mal Versagen. Wieder hat der Mann seine Verantwortung nicht übernommen und hat sich dem gestellt, sondern hat gleich verwiesen. Aber in der Gesprächskonstellation zwischen Gott und Adam sehen wir, Gott interessiert nicht, was da gerade durcheinander gekommen ist und geht nicht auf diese neue Rollenverteilung ein, sondern er geht zu seinem Ursprung und sagt: Hier gibt es ein Problem. Adam, ran! Adam, wo bist du? Ich frage jetzt noch nicht nach Eva. Es ist nicht so, dass Eva keine Rolle in dieser ganzen Sache spielt, sie keine Verantwortung tragen würde; Eva bekommt auch ihr Fett weg. Und Gott interagiert sehr deutlich mit ihr.   

In der Ehekonstellation ist es aber nun einmal so, dass Gott dem Mann eine Verantwortung gegeben hat. Und wir Männer tun gut daran, wenn wir diese Verantwortung in Anspruch nehmen. Es besteht aber nicht allein die Gefahr, dass der Mann seine Rolle verpennt, ja, das ist möglich; eine andere Gefahr besteht, dass die Tanzpartnerin versucht, die Führung des Tanzes zu übernehmen, mutwillig. Nicht lediglich, na ja, es geht doch nicht anders, sondern ich will es auch; ich will diese Rolle übernehmen. 

 Wenn eine Tanzpartnerin anfängt, die Rolle des Führenden zu übernehmen, es ist ganz, ganz, konservativ beim Tanzen, dann kommt ein extremes Ungleichgewicht in den Tanz und der Mann wird im Tanz letztlich vollkommen überflüssig. Ihr könnt euch, so hoffe ich, daran erinnern, dass wir in der letzten Woche über die Konsequenzen der Sünde im Garten Eden gesprochen haben; und Gott beschreibt in dem Fluch, was diese Sünde zur Folge haben wird: Der Mann in seiner Stärke wird dazu neigen, seine Frau zu dominieren und tyrannisch über sie zu herrschen. Habt ihr das noch im Sinn? 

Es ist nicht nur so, dass Gott das über Adam ausspricht, sondern er sagt auch etwas über Evas Wesen und Herzenshaltung; wie die Frau jetzt interagieren wird, nach der Sünde, durch den Fluch, der jetzt über die Welt hereingebrochen ist, und wozu sie in Zukunft neigen wird. 

Und da müssen wir gut hinhören, ansonsten verstehen wir nichts von dem, was in 1. Petrus geschrieben ist. In 1. Mose 3, Vers 16 beschreibt Gott diesen Fluch und er sagt zu der Frau: Nach deinem Mann wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen! Noch einmal, genau zuhöre; wenn du bislang geschlafen hast, jetzt ist der Moment zum Zuhören: Nach deinem Mann wird dein Verlangen sein. Meine Beobachtung ist, dass die meisten überhaupt keinen Schimmer haben, was Gott hier eigentlich sagen möchte, und vielfach wurde es so verstanden, dass es jetzt ein Fluch sei, dass die Frau ein liebevolles, sexuelles Verlangen nach ihrem Mann hätte. Versteht ihr mich? Mit Verlangen sind wir sehr schnell auf der körperlichen Ebene, aber da müssen wir festhalten: Die Liebe zwischen Mann und Frau, die Sexualität, ist in der Bibel niemals ein Fluch, sondern von Gott als Segen gedacht und als Segen in die Ehe gelegt worden. Das ist der erste Punkt.  

Und das Zweite ist, wenn es wirklich um das sexuelle Verlangen gehen würde, dann würde ich zu Gott sagen: Die Geschichte und ich glaube auch mein eigenes Leben zeigen mir eher, dass das körperliche Verlangen beim Mann stärker ausgeprägt ist. Ich möchte jetzt keine Handzeichen sehen. Behaltet das bitte alles für euch, ja? Aber so richtig erschließt sich uns das nicht. Wenn wir in die Werbung schauen und so weiter, dann sehen wir, dass alles sehr stark auf den Mann getrimmt ist, wenn es um das körperliche Verlangen geht. Diese Wendung, Verlangen nach jemandem haben, gibt es noch genau einmal in der Bibel und nicht in 1. Mose 3, sondern in 1. Mose 4, und das hat nichts damit zu tun, dass jemand ein körperliches Verlangen hat, etwas, wonach er sich sehnt. Verlangen nach jemandem haben, meint im Hebräischen, Obacht: ein aggressives, feindseliges und angriffslustiges Aufbegehren. Ich sehe, wo du stehst und ich begehre angriffslustig auf gegen das, wofür du stehst. Ich sehe deine Position, die bekomme ich. Und deshalb verwundert die Fluch-Formulierung auch nicht: Nach deinem Mann wird dein Verlangen sein, aber er wird über dich herrschen. Und da sehen wir diese Spannung zwischen Mann und Frau, dass sie praktisch die ganze Zeit gegeneinander kämpfen. Sie will seine Position, sie will die Verantwortung an sich reißen, der Mann wird sie aber tyrannisch unterdrücken, sodass sie nicht zum Zuge kommt. Das ist doch nicht Gottes Idee, oder? Aber das ist der Fluch, eine Konsequenz des Fluches, eine Konsequenz der Sünde. Die Frau wird sich dem Verantwortung tragenden Mann widersetzen und versuchen, die Autorität über den Mann an sich zu reißen. Das ist das, was uns ganz am Anfang, im ersten Buch der Bibel beschrieben wird, wie die Sünde sich Bahn bricht in ihren Beziehungen. Und meine lieben Frauen, das müsst ihr auch hören. Es ist ziemlich delikat, als Mann in den heutigen Tagen über Frauen zu predigen. Was fällt ihm ein, als Mann über eine Frau zu sprechen? Markus hat in unserer DNA-Gruppe gesagt: Waldemar, da kannst du nur verlieren. Aber wir predigen an dieser Stelle nicht männliche Weisheit. Wir predigen hier Gottes Wort und daran muss es sich messen lassen. Und nicht, ob ein Mann etwas sagt oder eine Frau etwas sagt. Wahrheit bleibt Wahrheit, egal, wer sie ausspricht.  

Wenn der größte Idiot, Emmendingens, dieses Mikrofon schnappen sollte und euch Wahrheit verkünden würde, wird sie nicht dadurch falsch, weil er ein Idiot ist. Und natürlich nennen wir ihn nicht Idiot, weil Jesus gesagt hat, wir sollen niemanden Idiot nennen. Aber wenn er ein Tor wäre, dann wäre es trotzdem wahr.  

Also wenn du denkst, dieser Lappen, der da vorn gerade predigt, ich habe kein Problem damit, solange er es in Übereinstimmung mit dem hier ist, der Bibel, kannst du mich nennen, wie du willst. Beim Tanzen wird nach Regeln getanzt. Und wem der Sport des Tanzens nicht gefällt, ist frei, anderweitig zu suchen. Aber dann ist das nicht mehr Tanzen. Denn wenn Miriam und ich bei den Turnieren gesagt hätten: Okay, wir tauschen einmal die Rollen; das wäre ein großer Witz gewesen. Wir hätten irgendetwas gemacht, aber wir hätten keine gute Bewertung dafür bekommen. Denn glaube mir, ich im Kleid, das willst du nicht sehen.  

Die Christusgemeinde, und das hört sich vielleicht hart an, aber die Christusgemeinde hat sich verschrieben, den Lebenstanz nicht ohne Gottes Ordnungen und Weisungen zu tanzen. So einfach ist das. Wenn du etwas anderes möchtest, dann suche es und finde es. Aber wir sagen dir: Gottes Weisungen sind gut und wir wollen den Tanz tanzen. Paulus hätte gesagt, wir wollen den Lauf laufen. Denn offenbar gibt es ein Segensgeheimnis in der Ehe, wenn Mann und Frau ihre Rollen einnehmen. Die Frau kann sich darauf verlassen, dass der Mann weitsichtig den Tanz auch mit Hindernissen bis zum Schluss durchzieht. Und wie oft ist da ein Mangel, dass der Mann ausbricht und sagt, hier sind Hindernisse in dieser Beziehungskonstellation, in der Familie und den weitsichtigen Blick verliert und die Hindernisse nicht überwindet. Doch darauf soll sich die Frau verlassen können. 

Der Mann hingegen darf davon ausgehen, dass ihm nicht ständig die Tanzführung streitig und madig gemacht wird. Denn das macht keinen Spaß, wenn du führen willst, du den Überblick behältst und die Frau sagt: Nein, da geht es lang. Dann: Weißt du was, tanz allein. Mach deine Drehungen und deine Pirouetten ganz allein ohne mich. 

Als wir zu tanzen begonnen haben, Miriam und ich, glaubt mir, das war nicht meine Idee, zu tanzen; im Leben nicht. Wir waren schon sehr früh ein Paar und als Teenies, als alle angefangen haben, Tanzkurse zu belegen, kam Miriam: Schatz, wollen wir nicht auch einen Tanzkurs machen? Nee, ich tanze nicht. Doch, aber ich würde das so gerne und so weiter. Du weißt, dass mir das Spaß macht. Ein Kurs. Und dann habe ich mich breitschlagen lassen, und wir haben einen Kurs gemacht; wir waren gar nicht schlecht. Komm, der Grundkurs ist jetzt vorbei. Wollen wir noch den fortgeschrittenen Kurs machen? Noch den fortgeschrittenen Kurs. Und dann waren wir später bei Super Gold Star, Rang 2. Wir haben jeden Kurs gemacht, den die Tanzschule angeboten hat. Wir haben alles knallhart durchgezogen. Eines Tages hat es mir Spaß gemacht, denn wir waren gar nicht so schlecht in dem, was wir gemacht haben. Wir haben gut interagiert, aber am Anfang, meine Freunde, war das nicht so einfach für mich. Miriam ist in der Bewegung, auch tänzerisch sehr begabt, ich, von Hause aus, würde ich sagen, nicht unbedingt.

Was macht jetzt eine Frau, wenn der Mann nicht leitet? Was macht eine Frau, wenn der Mann nicht führt? In dieser Situation war meine liebe Frau mit mir, mit Waldemar, dem Tänzer, dem Tanzbären. Sie hat nicht gesagt, ich werde jetzt deine Rolle übernehmen und mache das ganz allein und du setzt dich mal auf die Bank, sondern ich helfe dir, zu verstehen, wie das hier funktioniert. Gehilfin, nicht wahr? Ich helfe dir, damit wir nicht bei jeder Drehung und jetzt linksherum und jetzt rechtsherum. Ja, ja, ja, Schatz. Ja, ja. Verzeih, schon wieder verbockt. – Ist passiert. Sie hat mich so lange in meiner Rolle unterstützt, bis sie irgendwann keinen Mucks mehr sagen musste. Wenn wir miteinander tanzen, dann reden wir nicht. Wir müssen uns noch nicht einmal dabei anschauen. Wir machen das aber schon ganz gern. Aber es ist leicht, ein kleiner Druck, zack, fertig und jeder weiß, wo es lang geht. Das bedeutet für die Frau, ihren Platz einzunehmen, den Mann in seiner gottgegebenen Rolle wertzuschätzen und sie ihm nicht wegzunehmen, und ihm zu helfen, in seine Position zu kommen.  

1.Petrus 3. Habt ihr noch Kraft? Okay. 1. Petrus 3, Verse 1 bis 7. Petrus schreibt hier: Ebenso ihr Frauen, ordnet euch den eigenen Männern unter, damit sie, wenn auch einige dem Wort nicht gehorchen, ohne Wort durch den Wandel der Frauen gewonnen werden, indem sie euren in Furcht reinen Wandel angeschaut haben! Euer Schmuck sei nicht der äußerliche durch Flechten der Haare und Umhängen von Gold oder Anziehen von Kleidern, sondern der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, der vor Gott köstlich ist. Denn so schmückten sich auch einst die heiligen Frauen, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten; wie Sara dem Abraham gehorchte und ihn Herr nannte, deren Kinder ihr geworden seid, indem ihr Gutes tut und keinerlei Schrecken fürchtet. Ihr Männer ebenso, wohnt bei ihnen mit Einsicht als bei einem schwächeren, dem weiblichen Gefäß, und gebt ihnen Ehre als solchen, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden! 

Am Anfang beschreibt Petrus eine Ehekonstellation, bei der die Frau an Jesus glaubt und der Ehemann nicht an Jesus glaubt. In der Theologie wird das dann Misch-Ehe genannt. Eine Misch-Ehe, geistlicher Art. Misch-Ehen sind für Petrus keine Regel, sondern eher eine Ausnahme; denn Christen wollen das Wichtigste mit ihrem Partner teilen, das ist Jesus, und in allen Dingen nach dem Reich Gottes trachten. 

Wenn du auf Partnersuche bist, Gottes Wort, gibt dir hier einen guten Hinweis. Trachte nach dem Reich Gottes auch bei der Partnerwahl. Und dennoch gab es schon in der ersten Gemeinde die Situation, dass der Mann nicht an Jesus geglaubt hat, die Frau aber schon, und natürlich auch andersherum. Aber auch hier zeigt die Statistik, dass es oft andersherum ist. Frauen lieben Jesus, Männer brauchen noch ein wenig. Was ist zu tun, wenn man in solch einer Spannung lebt und merkt, der Mann schert aus und ist nicht mit mir gemeinsam auf Linie? Wie können wir möglichst gemeinsam tanzen? Wie können wir unser Leben miteinander verbringen? Und da sagt Petrus, so fulminant: Ehefrauen sollen sich den eigenen Männern unterordnen. Statt sich dem Text, mit seinen Karikaturen im Kopf, zu verschließen, sollten wir sehr aufmerksam auf Petrus Erklärung hören. Hier geht es nicht um eingeschüchterte Frauen, die Dinge machen oder nicht machen dürfen, und der Mann sagt ihnen jeden Tag: Das hast du zu tun, das hast du zu tun, das hast du zu lassen und das hast du zu lassen. 

Das ist nicht Unterordnung. Es geht hier vorrangig, und das macht unser Text sehr deutlich, um eine Herzenshaltung, die die Frau an den Tag legt, im Miteinander mit ihrem Mann. Eine Herzenshaltung, die, und jetzt wichtig, in unserem Text heißt es: von Furcht geprägt ist. Hier ist nicht die Furcht vor dem Mann gemeint, wenn Petrus von Furcht spricht, dann meint er immer Gottesfurcht. Eine gottesfürchtige Frau zu sein und wer gottesfürchtig ist, der wird eine bestimmte Lebensführung an den Tag legen. So sehen wir es zum Beispiel im Buch der Sprüche, dass Gottesfurcht der Beginn von Weisheit ist. Also eine weise Lebensführung als Ehefrau an den Tag zu legen, beginnt nicht damit, sich vor dem Mann zu fürchten, sondern sich vor Gott zu fürchten, ihn als allererstes zu ehren und auf ihn zu hören. Petrus geht weiter und erklärt jetzt genau, was es bedeutet, gottesfürchtig zu sein und sich dem Mann unterzuordnen. Was das bedeutet, das beschreibt er in den nächsten Sätzen.  

Wenn du also komische Vorstellungen in deinem Kopf hast, dann leg diese beiseite und höre; höre, was der Text selbst über das Wesen von Unterordnung sagt. Es ist ähnlich wie beim Mann, es geht darum, den natürlichen Drang zu widerstehen; seine eigene Stärke nicht zur Manipulation seines Gegenübers zu gebrauchen. Hört ihr mich? So wie die Männer ihre physische Überlegenheit zum Segen oder zum Fluch verwenden können, so sollen Frauen mit ihren Stärken gut umgehen. Und Petrus nennt hier zwei exemplarisch. Und zwar beschreibt er, dass Frauen mit ihren Worten, mit ihren Worten erheblichen Schaden anrichten können, wenn sie versuchen, damit zu manipulieren und ihren Mann zu dominieren.  

Jakobus 3, Verse 4 bis 6, da heißt es: Siehe, auch die Schiffe, die so groß und von heftigen Winden getrieben sind, werden durch ein sehr kleines Steuerruder gelenkt, wohin das Trachten des Steuermanns will. So auch die Zunge, ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge. Siehe, welch kleines Feuer, welch einen großen Wald zündet es an! Auch die Zunge ist ein Feuer, die den ganzen Leib befleckt. In der Bibel wird vielfach davon gesprochen, dass wir auf unsere Zunge achtgeben müssen und unsere Zunge (…). Jakobus beschreibt es so: Es ist wie das Trachten, das Begehren, das Wünschen, des Steuermanns, wohin das Schiff fahren soll; ich gehe ans Steuer und drehe es nach meinem Gutdünken; und dieses Prinzip wird in die Ehe eingebettet.   

Und hey, Frauen, wie ihr merkt, nicht jede Frau ist eine Labertasche. Ich habe gehört, es soll die eine oder andere geben, die sehr wortgewaltig ihren Mann traktieren und bis zur Weißglut bringen können, um ihn im Grunde an der Nase herumzuführen. So etwas gibt es. Gibt es so etwas? Natürlich in Emmendingen nicht, so wie ihr gerade schaut, aber weit draußen, außerhalb des Breisgaus, da gibt es so etwas; Frauen, die in ihrer Ehe keine unterstützende und inspirierende Haltung einnehmen, sondern einen bestimmenden, diktierenden und alles stets vorschreibenden Ton an den Tag legen, sodass dem Mann die Luft zum Atmen geraubt wird. Tu dies, tu das, tu jenes; dies, das, jenes; auf diese Weise können Frauen ihre Männer wie Hausknechte behandeln.  

Das ist eine echte Gefahr, denn Petrus sieht: Hey ihr Frauen, ihr wollt so gern etwas bewirken im Leben eures Mannes und das, was ihr bewirken wollt, ist sogar gut; ihr wollt, dass er zum Glauben kommt. Aber bitte seid nicht so pushy, nicht so aufdringlich. Drückt ihn nicht mit euren Worten gegen die Wand. Das wird zu keinem Erfolg führen. Er hat es gehört. Er hat es schon gehört. Er braucht nicht noch mehr Predigt, nicht noch mehr Sermon vor dem Einschlafen von dir, bla bla bla. Etwas weniger davon, etwas weniger; halt dich zurück mit deinen vielen Worten.  

Und darum ist das für mich eine Frage an unsere Frauen hier: Willst du wirklich, dass dein Ehemann initiativ wird und proaktiv handelt? Willst du das wirklich? Wenn ja und er das dann auch tut, was ist dann? Ist es dann auch gut genug? Oder sagst du ihm immerzu: Du müsstest eigentlich das, du müsstest eigentlich jenes, wenn er dann Aktion zeigt?  Frauen, darunter leiden Männer; jetzt habe ich etwas gemacht und es ist nichts recht. Nie. Egal, was ich anfasse, egal, was ich mache, es gibt immer noch einen obendrauf und immer etwas zu meckern. Es ist nie gut genug. Ich kann es ihr nicht recht machen.  

Meine lieben Frauen, so sehr Frauen Geborgenheit, Umgarnung und Liebe brauchen, so sehr brauchen Männer Wertschätzung, Respekt und Anerkennung. Ich brauche nicht unbedingt, ja hier und da auch, dass meine Frau mir, oh ja Schatz, über den Kopf streicheln und trösten und ich wische dir noch deine Träne weg. Das ist nicht das, was ich primär von meiner Frau brauche. Aber solche Momente gibt es auch. Ich kann auch touchy, sensibel, sein, habe auch eine feminine Seite in mir. Aber vor allem möchte ich, wenn ich etwas tue, ganz ehrlich, wenn ich etwas mache, wenn ich denke: Oh, das war initiativ von mir, da hatte ich einen Einfall, dass meine Frau das sieht und anerkennt und dass sie mich bestätigt. Dafür ist diese Konstellation auch da, dass der Mann nicht herumwildern und seine Bestätigung anderweitig suchen muss. Was glaubt ihr, warum so viele Männer herumstreunen und herumwildern? Vielleicht, weil zu Hause keine Wertschätzung, keine Anerkennung und kein Respekt gezollt wird. Aber das brauchen wir Männer in aller Regel. Wenn du jetzt aufstehst und sagst: Ja, Waldemar, ich aber nicht. Gut. Ausnahmen werden die Regel bestätigen.  

Darum, liebe Frauen, haut nicht in die gleiche Kerbe wie unsere Gesellschaft, die den Mann als einen nichtsnutzigen Trottel hinstellt. Männer haben ein gewaltig schlechtes Image in diesen Tagen. Im Speziellen, wenn sie weiß, alt und heterosexuell sind. Und mit alt meine ich nicht, mit 95 Jahren, sondern laut Definition gehöre ich auch schon dazu. Ich bin ein weißer, alter, heterosexueller Mann.  

Und wenn ihr einmal die Medien verfolgt, merkt ihr, das ist genau das Feindbild, das immer mehr und mehr aufgebaut wird. Und Männer wehren sich oft nicht dagegen. Sie schlucken das. Sie schlucken das. Sie ertragen das. Sie posaunen das nicht gleich hinaus, sondern sie nehmen es in sich auf; sie suchen oft nicht das Gespräch. Ob das gut ist? Das ist noch eine ganz andere Frage. Aber so ticken viele Männer. Männer werden aber in unserer Gesellschaft dann hochgehalten, wenn sie besonders feminin, weich und gendersensibel sind. Dann werden sie als Aushängeschild von jeder Organisation und Werbung ganz nach vorn gebracht. Aber wenn du mannhaft und männlich bist, so wie das 1. Korinther 16, Vers 13, sagt: seid mannhaft, seid stark!, dann hast du in diesen Tagen ein Problem. Frauen, unterstützt männliche Eigeninitiative mit Anerkennung und versucht sie nicht mit Worten fortwährend zu lenken, zu manipulieren und niederzumachen.  

Im Sauseschritt müssen wir weitermachen. Verse 3 bis 4. Darauf haben wahrscheinlich viele gewartet. Euer Schmuck sei nicht der äußerliche durch Flechten der Haare und Umhängen von Gold oder Anziehen von Kleidern, sondern der verborgene Mensch des Herzens in unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, der vor Gott köstlich ist. Was für eine krasse Aussage. 

Heute haben alle Frauen vorsichtshalber ihren Schmuck daheim gelassen, keine prächtigen Gewänder angezogen und auch ihr Haar nicht aufwendig geflochten. In einer Bibelübersetzung heißt es, putzt euch nicht äußerlich heraus, mit aufwendigen Frisuren, kostbarem Schmuck oder prächtigen Kleidern. Meine Lieben, sollen wir das wirklich wörtlich verstehen? Viele kommen und sagen: Moment mal, was ist jetzt das Problem(?), aber wir wollen doch Gottes Wort wörtlich nehmen; sollen wir es an dieser Stelle tatsächlich wörtlich nehmen? Wer das wörtlich verstehen will, muss zunächst wörtlich übersetzen. Denn in diesem Text steht nicht, dass man keine prächtigen oder kostbaren Kleider anziehen soll, sondern hier heißt es: Man soll überhaupt keine Kleider anziehen. Also wer Flechten von Haaren und wertvollen Schmuck verbietet, muss nach biblischer Logik das Anziehen von Kleidung untersagen. Und ich frage mich, ob Petrus unsere Frauen heute dazu motivieren wollte, nackt in den Gottesdienst zu kommen? Ohne Schmuck, ohne geflochtene Haare und ohne Kleidung. Das ist nämlich das, was der Text sagt. 

Und dann sollen die Frauen blitzeblank hier sitzen? Gott bewahre! Danke, dass ihr diesen Text nicht eins zu eins umgesetzt habt. Paulus motiviert natürlich nicht zu solch einem Verhalten. Es ist klar, dass es nicht darum gehen kann, das eins zu eins zu übersetzen. Freunde, das wäre wirklich eine Garten-Eden-Geschichte. Es ist glasklar, dass Petrus wieder auf eine Stärke der Frau anspielen möchte. Männer, jetzt müsst ihr stark sein: Die Schönheit und Attraktivität der Frauen übersteigt in aller Regel die der Männer weit. Amen? Amen? Ja, ein männliches Amen möchte ich da hören. Es ist einfach so; kannst du drehen und wenden, wie du willst. Die Schönheit der Frau wird in der Bibel immer wieder gepriesen. Das ist eine Gabe Gottes. Und es ist einfach schön.  

Und das ist eine Stärke der Frau. Aber jede Stärke, die wir in unserem Leben haben, hat das Potenzial in sich, dass sie auch die größte Schwäche wird. Und so auch bei Frauen, auch im 21. Jahrhundert. Eine ungesunde Überbetonung von Äußerlichkeiten macht viele Mädchen und Frauen extrem oberflächlich. Höre mich. Wenn du als Frau auf das Äußere Wert legst, ist das okay. Aber zu viel macht deinen Charakter erstens oberflächlich, zweitens, nicht wenige Frauen gebrauchen ihre äußeren Reize dazu, um ihren Willen in der Ehe zu bekommen und ihre Männer zu manipulieren und gefügig zu machen. Frauen wissen in aller Regel genau, welche Hebel sie bewegen müssen. Die Frauen fangen schon leicht an zu grinsen; das könnt ihr euch nicht verkneifen, ihr wisst genau, an welchen Hebeln ihr ziehen müsst, welche Knöpfe gedrückt werden müssen, wie man seine Stärke herauskitzeln muss, um ihn euch gefügig zu machen für den eigenen Willen. Das Dumme ist, Männer ticken tatsächlich extrem visuell und wir sind einfach echt leicht beeinflussbar; wir sind schwach in diesen Dingen. Darum die Frage an die Frauen: Entlarvst du die Schwächen deines Mannes und nutzt sie dann mit deiner Stärke der Schönheit schamlos aus? Ja, ganz genau, ich weiß, wenn ich so um ihn herumtanze, dann wird er irgendwann genau das machen, was ich von ihm will, weil er das hier will, den Körper. 

Vielmehr sollte Vers 4 das Bestreben der Frauen im Miteinander mit ihrem Mann sein; sie sollen den Fokus auf den verborgenen Menschen des Herzens legen, im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, der vor Gott köstlich ist. Nun, was bedeutet das? Sollen Frauen jetzt passiv und schweigsam sein? Versteht mich nicht falsch, diese Texte wurden in der Kirchengeschichte massiv missbraucht. Frauen wurden klein gehalten, sie hatten nichts zu melden. Dadurch kommt auch bei vielen die Frage: Soll ich jetzt das kleine Aschenputtel sein, die ganze Zeit daheim am Herd und nichts sagen, auch keinen Ton über die Lippen bringen? Der Fokus liegt auch hier wieder auf den Charakter und deine Herzenshaltung. Frauen sollen ein sanftes Wesen haben.  

Und bevor du jetzt sagst, das ist mir viel zu wenig, Obacht! Jesus selbst wird zweimal im Matthäus-Evangelium als sanft beschrieben. Sanftheit bedeutet nicht Gebrechlichkeit. Als Jesus sanftmütig genannt wird, ist er gerade der König, der auf einem Esel nach Jerusalem hineinreitet. Und er zeigt, ich habe Macht, ich habe Stärke, ich habe Kompetenz, aber ich missbrauche sie nicht durch Gewalt. Ich werde meine Stärke, die ich habe, nicht dazu benutzen, euch zu drangsalieren und euch hinunterzuzwingen und meinen Willen aufzudrücken, sondern ich bin sanft in meiner Stärke. Sanftheit ist nicht Schwäche, sondern wird im Griechischen auch für wilde Tiere verwendet, die gezähmt wurden.  

Billy Graham sagt dazu, Zitat: >> Sanftmut oder Sanftheit ist Kraft unter der Kontrolle des Heiligen Geistes. Also die Stärke als Frau nicht zu missbrauchen, sondern freiwillig so einzusetzen, dass sie rücksichtsvoll, höflich und wohlwollend handelt. << 

Meine Frau Miriam (…), ja, sie ist jetzt genau richtig geflüchtet mit den Kindern. 

Meine Frau Miriam, der Name ist Hebräisch und bedeutet übersetzt, Obacht: Ungezähmte. Damit habe ich seit vielen Jahren zu tun. Und meine Frau ist tatsächlich keine gleichgültige, schwächliche Ehefrau. Sie weiß, was sie will, und sie hat Pläne, sie hat Wünsche und sie hat Ziele. Aber ihre Höflichkeit und Rücksichtnahme für ihr Gegenüber, dieser Ruf eilt ihr weit voraus. Diese Ungezähmte hat sich zähmen lassen, nicht von mir, sondern von Gott. Und sie ist dazu in der Lage, ihren starken Willen nicht dominant auf mich zu drücken und mich in die Ecke zu drängen und mich vielleicht noch überflüssig zu machen, sondern mich zu schätzen, dass ich gerne in ihrer Gegenwart bin. Und so sagen es mir viele: In der Gegenwart deiner Frau, da ist es so angenehm. 

Vielleicht sagst du: Ich habe andere Erfahrungen gemacht. Okay, dann sprich mit ihr.  

Aber das ist etwas, das ich in ihrem Wesen beispielhaft sehe: Was es bedeutet, als Frau sanftmütig zu sein. Das kann ich in meiner Frau erkennen. Und ich bin enorm dankbar dafür, denn wenn wir uns ins Auto setzen und ich frage: Na, wie war der Gottesdienst? Da können 300 Millionen gesagt haben: Waldemar, das war eine tolle Predigt. Wenn meine Frau es nicht gut fand, dann sagt sie es auch deutlich. Sie bleibt dabei aber höflich. Und das ist vor Gott sehr köstlich, kostbar, wertvoll und teuer.  

Wir müssen auf die Zielgerade kommen.  

 Es ist deswegen köstlich in Gottes Augen, weil sich in diesem Verhalten die Hoffnung auf Gott zeigt. Verse 5 bis 6: Denn so schmückten sich auch einst die heiligen Frauen, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten; wie Sara dem Abraham gehorchte und ihn Herr nannte, deren Kinder ihr geworden seid, indem ihr Gutes tut und keinerlei Schrecken fürchtet. 

Worin, Frau, liegt deine Hoffnung? In deiner Stärke? In deinen Waffen, die du zu deinem Vorteil verwenden kannst? Oder ist deine Hoffnung in Gotteskraft begründet, dass du Dinge, die du eigentlich ausspielen könntest, sein lässt, weiterhin in Sanftheit deinem Mann begegnest und damit zeigst, ich vertraue Gott mehr als meinen manipulativen Mechanismen? Auf Manipulation durch eigene Stärke zu verzichten und einen sanften, unterstützenden und inspirierenden Charakter an den Tag zu legen, wird Gott mit Segen beantworten. Das hat er auch bei Sara, die Frau Abrahams getan und dieser Segen hält bis heute an. Sara war als Frau alles, aber keine Duckmäuserin oder auf den Mund gefallen. Sara hatte es faustdick hinter den Ohren; sie war auch eine ungezähmte Frau. Und dennoch wird sie hier als heilige Frau, als Vorbild, dargestellt. Denn ohne Sara, meine Lieben, hätten Gottes Pläne und Abrahams Vorhaben niemals funktioniert. Es brauchte dafür Sara an seiner Seite. Abraham musste oft weitreichende Entscheidungen zum Wohl seiner Familie und seiner Nachkommen treffen.  

Und das ist der Schluss.  

Diese weitreichenden Entscheidungen, die Abraham treffen musste, bei denen er sagte: Ich sehe, das ist Gottes Wille, ich muss diesen Weg gehen, waren auch große Herausforderungen für seine Frau, das dann mittragen zu können und zu wollen. Und in schier verrückten und unglaublichen Situationen fürchtete Sara keine Schrecken. Und sie war bereit, Abraham in seiner Initiative, liebe Frauen, wertzuschätzen, zu unterstützen und zu respektieren, anstatt permanent mit einer argwöhnischen Haltung die Initiativen Abrahams zu missachten. Was, du willst jetzt gehen? Oh ja, das ist verrückt für mich. Sie äußert das auch an einer Stelle: Wir sollen noch Nachkommen haben? Das ist doch verrückt. Und dennoch geht sie darauf ein und geht mit Abraham diesen Weg und wertschätzt sein Gottvertrauen und ordnet sich dem gerne unter. Wenn du unter nicht magst, ordnet sich dem gerne ein. Sie ist gerne mit dabei, anstatt sich mit Argwohn immerzu dem entgegenzustellen. Nein, nein, es kommt aus deinem Munde, Mann; das kann nicht richtig sein! 

Und diese Auswirkung, und das ist wichtig für euch Frauen, wenn ihr euch in dieser Haltung begebt, hat das nicht nur Segen für eure Ehe und Familie, sondern es hat Segen für Generationen. Denn Petrus sagt an dieser Stelle: Sara hat sich verhalten als eine heilige Frau, deren Kinder seid ihr. Der Segen, den sie durch ihre Haltung erlebt hat, hat sich bis nach Emmendingen hingetragen, ins 21. Jahrhundert. Und darum eine große Ermutigung für euch: Die tatkräftige Unterstützung, für euren Mann bringt Segen für euch, für eure Ehe, für eure Familien und auch für nach-folgende Generationen.  

Amen.  

Frauen, jetzt seid ihr dran. Ihr dürft jetzt aufstehen. Wir werden jetzt für euch beten und euch segnen. Jemand schrieb mir: Ich bin für Sonntag bereit, auch meine Packung zu bekommen; das empfand ich als sehr interessant. Diese Texte sind fordernd und sie fordern uns in unserer Persönlichkeit heraus. Ich werde jetzt für euch beten, nicht weil ich eine Ahnung hätte, was in euch vorgeht. Ich habe keine Ahnung, aber ich kann mir ein paar Dinge denken. Aber ich weiß, wer ganz genau weiß, was in euch vorgeht, und das ist euer Schöpfer. Das ist euer Herr. Das ist der Heilige Geist, der euch kennt. Und er muss eure Herzen bewegen und euch segnen und euch stärken für dieses Vorhaben.  

 

Liebe Männer, wir beten für unsere Frauen:  

Vater im Himmel, allmächtiger Gott, wir stellen uns unter dein Wort und ja, diese Texte gehen so richtig an unsere Fundamente, das der Männer, aber auch das der Frauen. Und ich danke dir, dass du mit Liebe kommst, um Wahrheit zu bringen, sodass du uns nicht mit deiner Wahrheit erschlägst und uns platt machst. Das ist nicht dein Ziel. Dein Ziel ist, mit der Kraft des Heiligen Geistes aufzudecken, was im Argen liegt, um dann auch die Kraft des Heiligen Geistes in unsere Herzen fließen zu lassen, dass wir danach handeln, was dir wohlgefällig ist, was in deinen Augen kostbar, wertvoll und köstlich ist. Und ich danke dir für jedes weibliche Geschöpf hier auf diesem Platz. Ich danke dir für jede Frau, die heute gekommen ist und jede Frau, die sich unter deinen Segen stellt.  

Ich bitte dich, dass unsere Frauen in die Lage versetzt werden durch deine Hilfe in angemessener und biblischer, wirklich biblischer Art und Weise, sich in die Ehen einzuordnen, sich dem Mann unterzuordnen. Dass wir lernen, dass du damit einen guten Plan verfolgst. Dass es etwas ist, wovon sie selbst profitiert und ihr sanftes Wesen kann mit Entschlossenheit, aber auch mit Höflichkeit und mit Respekt einen großen Effekt in ihrer Ehe bewirken, weil diese Frauen, die jetzt aufgestanden sind, nicht auf ihre eigenen Stärken und Waffen hoffen, sondern auf dich, den allmächtigen Gott. 

Und ich bitte dich, Herr, segne jede Frau und vergib jeder Frau, die das für sich erkennt, dass sie hier falsch gehandelt hat, dass sie ihren Mann übervorteilt hat, dass sie ihren Mann nicht wertgeschätzt hat, dass der Mann vielleicht zu einigen Zeiten ein Fußabtreter war. Wir bitten dich um deine Vergebung und danken dir für einen Neuanfang. Und Herr, gib deinen Geist ohne Maß unseren Frauen, damit sie von dir erfüllt werden und wir nicht mehr die Konsequenzen des Fluches in unseren Ehen erleben, sondern einen harmonischen Tanz, wo jeder seinen Platz einnimmt und wohlwollend auf den anderen schaut und man einander wertschätzt, achtet und dient. Herr, hilf uns dabei. Wir preisen deinen Namen und singen dir jetzt ein Lied.  

Amen. 

 

Bibelstellen:

1.Petrus 3,1–7; 1. Mose 2, 4–25; Römer 5,14; 1. Mose 3,1.6; 1. Mose 3,8–12.16; 1. Mose 4; Jakobus 3,4–6;    1. Korinther 16,13.