14. September 2025

Pastoren leben schön und gefährlich

Pastoren leben schön und gefährlich

Ich freue mich sehr, dass wir heute gemeinsam Jakob und seine Familie begrüßen dürfen. Und wir dürfen Jakob Justus auch als Pastor in Emmendingen und in Lahr einführen.

In der Vorbereitung habe ich mich mit der Frage beschäftigt: Welches Wort ist passend zu diesem Tag? Ich bin bei 1. Timotheus 3, einem sehr bekannten Wort, stehengeblieben, in dem es um die Frage geht: Was zeichnet einen Leiter in der Gemeinde eigentlich aus?

Zunächst möchte ich gerne mit euch den Bibeltext – die Verse 1 bis 7 – in einem Rutsch lesen. Dort schreibt Paulus an den noch jungen Leiter Timotheus folgende Worte: „Das Wort ist gewiss: Wenn jemand nach einem Aufseherdienst trachtet – oder Leitungsdienst, Leitungsamt –, so begehrt er ein schönes Werk. Der Aufseher – oder Leiter – nun muss untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, anständig, gastfrei, lehrfähig, kein Trinker, kein Schläger, sondern milde, nicht streitsüchtig, nicht geldliebend, der dem eigenen Haus gut vorsteht und die Kinder mit aller Ehrbarkeit in Unterordnung hält – wenn aber jemand dem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen? –, nicht ein Neubekehrter, damit er nicht, aufgebläht, dem Gericht des Teufels verfällt. Er muss aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, damit er nicht in übles Gerede und in den Fallstrick des Teufels gerät.“

Ich weiß nicht, Jakob, ob du dich gerade davon erbaut fühlst, dass ich ausgerechnet diesen Text ausgewählt habe. Eine schöne, gepflegte Checkliste – und man sitzt da in der ersten Reihe, und alle gehen das durch: Stimmt, stimmt, stimmt, stimmt.

Also, ich kann bestätigen: Er ist zumindest Mann einer Frau. Gerade in der ersten Reihe bist du Mann keiner Frau, aber deine Frau sehe ich auch – schön, Rut, dass du da bist, bei den Kids.

Ist es nicht interessant, wie dieser Text beginnt? Habt ihr mit mir gelesen? Wie beginnt eigentlich Paulus, wenn er darüber spricht, wie der Leiter beschaffen sein soll, was ihn auszeichnen soll?

Die Worte, mit denen Paulus hier startet, lauten: „Das Wort ist gewiss.“ Das Wort ist gewiss. Du kannst auch über-setzen: Diese Botschaft, die ich euch jetzt bringe, ist wirklich wahr.

Und danach sagt er: Das Leitungsamt, der Leitungsdienst ist ein schönes Werk, ist eine schöne Arbeit. Also es reicht Paulus nicht, den Text damit zu beginnen: Wir sprechen jetzt über die Leiter, und das ist ein schöner Dienst.

So beginnt Paulus nicht. Er fühlt sich, gedrängt durch den Heiligen Geist, genauso anzufangen und zuerst einmal einzuleiten: Das, was ich jetzt sage, ist wirklich wahr. Es stimmt wirklich. Er kann anscheinend nicht einfach so einleiten. Er muss unmissverständlich betonen: Das was ich jetzt sage, stimmt wirklich. Auch wenn ihr es nicht glauben könnt – glaubt mir, es ist die Wahrheit. Es ist ein schönes Amt, es ist ein schöner Dienst.

Und ich als Betroffener lese diesen Text, und ich würde sagen: Paulus, gib uns einige Hinweise darüber, warum das Leitungsamt schön ist. Aber in dem Text, den wir soeben gemeinsam gelesen haben, sagt er gar nichts darüber, warum das Amt schön ist. Er sagt einfach: Es ist schön. Aber wo sind die Argumente Paulus?

Wie kann Jakob sich jetzt freuen – wenn wir hier gemeinsam feiern –, dass das, was vor ihm liegt, auch wirklich Schönheit ist, dass es gut ist? Denn Paulus bringt keine Argumente.

Als Nächstes fährt er fort mit einer langen Liste von Charaktereigenschaften, und da merkt man vor allem: Wow, da ist eine große Verantwortung auf meinem Leben, auf meine Lebensführung. Ist das das Schöne, von dem Paulus spricht?

Und abschließend – wenn wir gut zugehört haben – spricht Paulus davon, dass der Teufel ein besonderes Interesse  daran hat, den Leiter umzustoßen und zu Fall zu bringen.

Also: Man hat nicht nur eine immense Verantwortung, wie man lebt, sondern man ist auch besonderen Gefahren ausgesetzt.

Ist das das Schöne, von dem Paulus hier gerade spricht? Kann man mit dieser Perspektive, was einen Leiter ausmacht, was ihn kennzeichnen soll, wirklich sagen: Das ist etwas Schönes, was unseren lieben Jakob da erwartet?

Oder meint Paulus mit der Schönheit des Leitungsdienstes, dass man es als Pastor niemals jedem recht machen kann und dass man ständig von allen beobachtet und bewertet wird? Denn wir lieben es, Menschen zu bewerten. Wir lieben es, Menschen in Schubladen zu stecken. Und wir lieben es auch, unsere Leiter und unsere Pastoren in Schubladen zu stecken.

Na, bringt er auch das, was ich von ihm will? Wird er das sagen, was ich will, dass er es sagt? Er predigt jetzt über diesen Text. Wird er auch den Gedanken teilen, den ich teilen würde? Ist er so klug wie ich? Teilt er meine Ansichten?

Oder meinte Paulus – als er darüber nachgedacht hat – mit der Schönheit des Leitungsdienstes die endlosen Sitzungen, die man hat, um über die Entwicklung der Gemeinde nachzudenken, teilweise bis spät in die Nacht, wenn die ganze Gemeinde schon schlafen gehen kann? Meint er damit, dass man für alle Welt jederzeit verfügbar ist?

Meint Paulus mit der Schönheit des Leitungsdienstes, dass man in der Seelsorge die Härtefälle bekommt, wenn andere nicht mehr weiterwissen? – Na ja, darum soll sich der Pastor kümmern. – Das passiert häufig. Oh, das wird jetzt schwierig, die Person wird mir irgendwie zu herausfordernd. Pastor, das ist ja dein Job, mach du das jetzt. Du über-nimmst die Seelsorge für diesen Härtefall.

Meinte Paulus mit dem Schönen des Leitungsdienstes, dass ständig geistliche Topform von einem erwartet wird und man selbstverständlich alle Antworten in Petto hat auf alle Fragen, die es gab und noch geben wird?

Ein Pastor kann es tatsächlich nicht allen gleichzeitig recht machen.

Der Pastor soll seine Familie an die erste Stelle setzen, aber gleichzeitig rund um die Uhr für die Gemeinde da sein. Der Pastor soll nahbar sein wie ein Freund, aber gleichzeitig auch so distanziert, dass er noch wie eine Autorität wirkt.

Er soll visionär in die Zukunft schauen und Pläne schmieden, aber er soll gefälligst die Vergangenheit dabei nicht vergessen. Er soll jung und dynamisch sein, aber gleichzeitig die alten Traditionen ehren und bewahren.

So, wenn wir uns das anschauen – das sind Stereotypen, die ich euch präsentiere –, aber darin steckt tatsächlich viel Wahrheit.

Paulus, wovon sprichst du? Wenn wir uns die Realität anschauen und ich euch das gerade so vermittle, wer hat dann auch Bock zu sagen: „Jo, ich bin der Nächste. Ich hoffe, ich werde auch eingesegnet als Ältester oder als Pastor, damit ich in den Leitungsdienst komme.“

Und noch könntest du ja deine Sachen packen und hinausgehen. Die Tür ist sogar offen. Das ist interessant: Die Fluchttür ist hier immer offen. In Lahr ist die Fluchttür offen.

Wo ist das Schöne? Paulus, du sagst, es ist schön, aber ist die Realität nicht eigentlich ein Beweis dafür, dass es vor allem auch ganz viel Last und sehr viel Herausforderung mit sich bringt?

Tatsächlich ist es so, dass man suchen muss, wer bereit ist, dafür in den Riss zu treten und Verantwortung zu übernehmen und als Hirte in der Herde zu fungieren.

Ich glaube, dass dieser Bibeltext uns Dinge mitgibt, die uns – und vor allem dich heute, Jakob – hoffen lassen können, dass das Amt des Leiters wirklich etwas Schönes ist. Auch wenn alles wahr ist, was ich gerade gesagt habe, bin ich davon überzeugt, dass dieses Bibelwort Wahrheit zu uns spricht und uns vermitteln möchte, dass das Amt des Pastors, des Leiters, des Ältesten – wie du es auch bezeichnest – eine schöne und gute Arbeit ist.

Im Alten Testament gibt es einen Propheten mit Namen Micha, und der sagt in einem sehr bekannten Wort: „Er hat dir mitgeteilt Mensch, was gut ist.“ (Micha 6,8) Und er listet ein paar Dinge auf. Dir, Mensch, ist mitgeteilt, was gut ist. Gott spricht, und er sagt und erklärt dir, was gut ist.

Warum muss der Prophet Micha so zu dem Volk Gottes, zu den Menschen sprechen? Weil wir von uns aus manchmal nicht wissen, was richtig und gut ist. Wir sind zu Dingen imstande – zu fühlen, zu bewerten –, worüber Gott die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und sagt: Wie kann es sein, dass das in den Augen der Menschen begehrenswert erscheint?

Darum ist es wichtig, dass Gott kommt, offenbart, enthüllt und erklärt, was gut und was schön ist, damit unser moralischer Kompass wieder ins Gleichgewicht kommt und wir erkennen, was aus Gottes Perspektive schön ist.

Dir, Mensch, ist gesagt, was schön ist. Wir müssen von einer Quelle – die wir nicht selbst sind – hören, was gut ist, was schön ist in seinen Augen. Denn wir sind in der Lage, das Schöne, selbst wenn es vor uns steht, als nicht schön zu betrachten, als nicht schön anzuerkennen, als nicht gut zu erkennen.

Deshalb ist es wichtig, dass Gott in seine Autorität kommt und den Standard setzt und dir erklärt – auch wenn du lost bist, auch wenn du nicht weißt, wo links und rechts ist –: Was ist schön, was ist gut, was ist begehrenswert, was gefällt mir.

Und ist es nicht interessant, wenn du den Anfang der Bibel liest, dass es genau damit beginnt: Gott betritt die Szene. Er erschafft die Welt und kreiert zum Beispiel das Licht in 1. Mose 1, Verse 3 und 4. Und Gott sah das Licht, und er sprach: „Es ist gut.“ Gott sagt, dass es gut ist. Und weil Gott es als gut empfindet, ist das Licht etwas Gutes.

Das wird besonders dann interessant – das ist jetzt ein kleiner Ausflug, wir haben leider keine Zeit, da tiefer einzu-tauchen –, wenn du in Johannes 1 hineingehst, wo Jesus die Szene betritt und mit der Botschaft des Evangeliums kommt. Dort schreibt der Evangelist Johannes, Vers 5: Das Licht kam in die Finsternis, aber die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht. Sie sind lieber in der Finsternis geblieben, obwohl Gott sehr eindeutig gesagt hat, was gut ist – und zwar das Licht. Und trotzdem bezeichnen wir Menschen oft das, was Gott gut nennt, als ungut oder wir empfinden es als ungut.

Wir sind noch im ersten Vers, aber keine Sorge, es wird nicht in dem Tempo weitergehen.

Warum können wir ausgehend vom ersten Vers schon eine Botschaft von Gott empfangen?

Warum ist das Leitungsamt gut? Warum ist das Leitungsamt schön? Weil Gottes Wort sagt, dass es schön ist. Weil Gottes Wort den Standard definiert.

Auch wenn du es nicht siehst, nicht empfindest und die Dinge anders einsortierst, ist das nicht der Standard für die Bewertung dessen, womit du gerade haderst.

Denn das, worüber wir gerade miteinander sprechen – egal, wie du es empfindest, egal, wie unser Erfahrungswert ist –, Gott sagt in seinem Wort: „Es ist schön.“ Und wenn Gott sagt: „Es ist schön“, dann möchte ich nicht sagen: Ach, es ist eigentlich nur Last.

Und es ist manchmal ein Problem – auch unter Pastoren ist es manchmal ein großes Problem, wenn Pastoren unter sich sind, das bekommen Nichtpastoren ja nicht mit –, wie sie dann reden, wie Pastoren über ihr eigenes Amt sprechen. Und dann bemitleiden sie sich gegenseitig: „Alles ist so schwer. Alles ist so eine Last.“

Wer ist da, der aufsteht und sagt: „Gottes Wort sagt: ‚Es ist schön.‘“

Ja, es gibt Lasten, ja, es gibt Schwierigkeiten, aber lasst uns nicht die ganze Zeit nur herumheulen und unseren Standard als Gesetz nehmen, sondern Gott sagt: Das ist schön, es ist gut. Lasst uns nicht so tun, als hätte Gott nichts dazu zu sagen. Und lasst uns Gott anflehen, dass wir die Schönheit erkennen an diesem Amt, denn Gottes Wort sagt: Es ist schön – auch wenn wir gerade keine Gründe dafür finden oder sie uns nicht offensichtlich sind.

In Epheser 4, Vers 11, sehen wir, dass Jesus Christus selbst nicht nur den Wunsch hat, Leiter einzusetzen, sondern wir lesen, dass Jesus selbst Leiter in der Gemeinde einsetzt. Es ist ein Herzenswunsch von Christus selbst, das zu tun und Leiter zu berufen.

Apostelgeschichte 20, Vers 28, sagt ausdrücklich, dass der Heilige Geist den Gemeinden ihre Leiter zuweist. Das Leitungsamt ist schön, weil Gottes Wort das Amt schön nennt. Das Leitungsamt ist schön, weil Gottes Sohn es gerne gibt. Das Leitungsamt ist schön, weil Gottes Geist Leiter in die Gemeinde Gottes einsetzt. Das bedeutet: Das Wort Gottes und der Sohn Gottes und der Geist Gottes möchte die Gemeinde Gottes segnen.

Also, wir sehen hier eine heilige Bewegung des Himmels unter uns. Dass, wenn wir sagen: Auch wenn Dinge schwierig und schwer einzuordnen sind und es auch schlaflose Nächte gibt – Gott ist in Bewegung, Gott hat eine Vision, Gott hat eine Sicht darauf. Und diese Sicht sollte uns vor allem beflügeln und prägen, wenn wir über die Dinge Gottes sprechen.

Das bedeutet: Wir erkennen hier, dass es der Wille Gottes ist, dass es Leiter und Pastoren in den Kirchen gibt. Und darum ist es schön, wenn Männer wie du, Jakob, sich rufen lassen – um was zu tun? Um Gottes Willen zu tun und den Menschen damit zu dienen.

Und wenn es nicht schön ist, Gottes Willen zu tun, dann weiß ich persönlich nicht, was überhaupt noch gut und schön ist.

Darum kann Paulus hier von der Schönheit des Leitungsdienstes sprechen. Wir haben es hier mit einer Offenlegung des Willens Gottes zu tun. Und ist es nicht das, was uns Christen häufig beschäftigt? Was ist der Wille Gottes für mein Leben? Wer von uns hat diese Frage schon einmal in seinem Herzen formuliert? Was ist Gottes Wille für mein Leben oder für meine Situation? Gibt es hier Menschen die das wollen? Ja einige wollen den Willen Gottes tun. In Emmendingen – wollt ihr den Willen Gottes tun? Amen.

Eigentlich kennt jeder diese Frage. Wir wissen: Wenn wir im Willen Gottes sind, dann ist das eine schöne Sache. Gott offenbart seinen Willen, und wir folgen seinem Willen. Und wenn wir im Einklang mit dem Herrn sind, auch wenn dann alles links und rechts von uns fällt, können wir sicher stehen und können uns freuen – selbst wenn der Schein uns sagen möchte: Es gibt keinen Grund zur Freude.

Und das ist das Schöne, Übernatürliche an dem christlichen Leben: Wenn die Menschen wiedergeborene Kinder Gottes sehen und denken: Dein Umstand predigt dir doch eigentlich, dass du dich nicht freuen kannst, dass du keinen Frieden haben kannst. Dann kannst du sagen: Aus deiner Perspektive ja, und wenn ich deine Brille aufsetze, kann ich nicht erkennen, worüber ich mich freuen und Frieden finden kann. Aber da ist eine Quelle in mir, die sprudelt und sagt: „Ich kann mich freuen, auch wenn es zum Weinen ist, und ich habe Frieden, auch wenn Chaos herrscht, weil mein Herr mit mir ist und ich im Willen des Herrn wandle.“ Amen.

Und insofern betrifft das nicht nur das, was Jakob ausmacht, sondern es betrifft uns alle. Wandeln wir im Willen Gottes? Wenn das der Fall ist, dann erkennen wir die Schönheit Gottes.

Komm, gehen wir weiter, denn die sieben Verse haben noch einiges zu bieten.

Wir werden darüber hinaus erkennen, dass das Leitungsamt schön ist, wenn wir betrachten, was Leiter kennzeichnen soll.

Wir werden, so glaube ich, erkennen, dass es keine Checkliste ist, die wir abhaken und sagen: Jakob, da ist es noch schwierig und da ist es gut – eine Frau, nicht zwei Frauen, nicht drei Frauen.

Lasst uns gemeinsam die Verse 2 bis 5 in 1. Timotheus 3, lesen: „Der Aufseher, Leiter, nun muss untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, anständig, gastfrei, lehrfähig, kein Trinker, kein Schläger, sondern milde, nicht streitsüchtig, nicht geldliebend, der dem eigenen Haus gut vorsteht und die Kinder mit aller Ehrbarkeit in Unter-ordnung hält – wenn aber jemand dem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen?“

Wir haben es hier mit mehr als einer Checkliste zu tun, die wir einfach abhaken können. Es ist nicht nur: Prüft, ob diese Merkmale vorhanden sind.

Ja, das ist sicherlich der erste Grund, warum uns diese Liste gegeben ist. Wir sollen prüfen, ob die Person, der wir unser Vertrauen schenken, auch in der Lage und bewährt ist, in diesen Dingen zu leben. Es ist nicht nur der Wunsch der Person, so zu leben, sondern sie hat sich bewährt und läuft den Lauf Jesu als Vorbild.

Das bedeutet für uns, wenn wir uns diese Liste anschauen: Wir werden erkennen, dass das Leitungsamt schön ist. Denn wenn ein Pastor oder Leiter diese Eigenschaften, diese Merkmale und Charakterzüge lebt – wenn sie vorhanden sind –, dann werden sie nicht bei ihm selbst bleiben, sondern sie werden sich vervielfältigen in anderen, und sie werden sich auf die Gemeinde Gottes übertragen, sodass andere Menschen heil, gesund, reif und heilig werden.

Darum legt dieser Bibeltext auch so großen Wert darauf, dass es zu Hause stimmen muss. Zu Hause muss diese – ich nenne es mal – „Frucht des Geistes“ gelebt werden. Warum? Was ist die Schlussfolgerung von Paulus? Wenn du das in deinem eigenen Haus nicht vervielfältigt bekommst, wie willst du Sorge tragen für die anderen, die dir anvertraut sind?

Das bedeutet: Wenn du immerzu kämpfst in deinem eigenen Haus, dann hast du keinen Kopf dafür, dich noch um das andere zu kümmern. Versteht ihr meinen Punkt?

Es geht nicht um Perfektionismus. Es geht nicht darum, dass wir nur die „Crème de la Crème” der Christenheit einsetzen wollen. Aber ich verspreche dir: Wenn du keinen Frieden zu Hause hast, wenn du nur Kämpfe daheim hast – auf natürliche und übernatürliche Weise –, dann hast du keinen Kopf dafür, wenn plötzlich gefühlt die ganze Last der Welt zusätzlich in dein Büro kommt.

Darum: Wenn du in deinem eigenen Haus in der Vervielfältigung unterwegs bist, dann hast du eine schöne Frei-mütigkeit, vor anderen weiterzugehen, deinen Einflussbereich zu erweitern und andere an dem Segen teilhaben zu lassen. Und das ist das Schöne an dem Leitungsdienst: dass ich den Segen, den ich selbst aus der Gnade Gottes heraus für mich genießen darf, weitergeben kann. Und das ist eines der schönsten Dinge, die man erleben darf.

Es geht hier nicht darum, dass das Leitungsamt deshalb schön ist, weil man besonders beachtet wird, weil alle einen zum Kuchen einladen und die Hand schütteln wollen und einen erwähnen und benennen. Ihr habt es ja gemerkt: Der Raum ist voll – begrüßt wurden Jakob und ich als Pastoren.

Schön … aber das ist nicht die Schönheit, von der Paulus hier spricht. Das Schöne ist, wenn wir merken: Gott hat mir Segen gegeben, und ich darf diesen Segen weitergeben. Ich gebe ja nicht mich weiter, ich gebe ja auch nicht meine Exzellenz weiter, sondern die Gnade, die Gott mir gewährt hat, die darf ich weitergeben.

Ich gebe doch nicht mein Gut weiter, das ich in meiner Hand halte, sondern ich gebe den Segen, der mir geliehen wurde, verwalterisch weiter an andere, damit am Ende nicht der Pastor alle Ehre erhält, sondern Christus allein die Ehre bekommt. Und wir dürfen Werkzeuge sein in der Hand Gottes.

Es geht ein bisschen dorthin, was ich vorhin sagte: Wenn du im Willen Gottes lebst, dann ist es schön. Das ist wirklich eine Schönheit am Leitungsdienst, dass man Dinge weitergeben darf. Dass man das, was Gott in den eigenen vier Wänden in einem kultiviert hat, weitergeben darf und andere davon auch essen und trinken können.

Darum sagt Paulus in Philipper 3, Vers 17: „Seid miteinander meine Nachahmer, Brüder, und seht auf die, welche so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt!“ Darum ist die Liste der Charaktereigenschaften so schön, weil es mehr ist als eine Checkliste. Sie ist ein Vorbild, das präsentiert wird, damit andere darauf schauen, sich ein Beispiel nehmen und sie dann nachahmen sollen, damit das, was Gott dort begonnen hat, sich multipliziert in vielen und in anderen.

Hebräer 13, Vers 7, sagt es so: Gedenkt eurer Führer – im Deutschen ist das Wort „Führer“, ein bisschen belegt –.

„Gedenkt eurer Leiter, die das Wort Gottes zu euch geredet haben! Schaut den Ausgang ihres Wandels an, und ahmt ihren Glauben nach!“

Also: Wohin hat das geführt, was sie gelebt und was sie gelehrt haben? Welche Frucht ist daraus entstanden?

Denke daran, wenn du unterwegs bist – ich kenne ja nicht jeden, der in diesem Saal sitzt –: Wenn du hier bist und denkst: Ich brauche das nicht. Ich habe meine Bibel, ich habe meinen Jesus, und das reicht.

Nun, wofür genau reicht das? Ja, um errettet zu werden und in den Himmel zu kommen, dafür wird es wohl reichen. Aber willst du das Mindestmaß von dem, was Gott in deinem Leben wirken möchte? Oder willst du das volle Maß, die Fülle, die Jesus dir anvertrauen möchte? Und wenn du die Fülle möchtest, dann wirst du auch alles nutzen, was Gott dir darreicht zum Segen.

Und was tut er, um uns zu segnen? Er gibt uns Menschen in Verantwortung. Er gibt uns Leiter, auf die wir schauen sollen. Du wirst nämlich eine sehr stockende Entwicklung in deinem Glaubensleben haben, wenn du dich isolierst, wenn du denkst: Das bekomme ich auch alleine hin. Oder: Ich habe hier und dort einen YouTube–Prediger, dem ich folge, um etwas zu genießen, um eine schöne Rede zu hören.

Hey, alles schön, alles gut. Ich will euch eure YouTube–Prediger – insofern sie mit dem Wort Gottes übereinstimmen – nicht wegnehmen. Ja, aber das ist noch nicht das Modell, von dem Jesus spricht.

Tummelt euch mit Menschen. Ihr braucht diese Ergänzung. Und ihr braucht auch Hirten, Leiter, Älteste und Pastoren. Ihr braucht diese Leute. Schaut euch ihre Frucht an. Denkt daran und ahmt ihren Glauben nach. Und genau darauf kommt es an, dass wir als Christusgemeinde in Lahr und in Emmendingen Jesus Christus ähnlicher werden, dass wir ihn repräsentieren, dass, wenn Menschen in Berührung mit uns kommen, sie einen Geschmack davon bekommen, wer dieser Jesus ist.

Können Menschen in Verbindung mit der Christusgemeinde sagen: Ich lerne diesen Jesus kennen, wie er wirklich ist, was ihn wirklich kennzeichnet? Kann ich an der Gemeinschaft der Gläubigen ablesen, was die Wesenszüge von diesem Jesus sind? Oder ist das, was von vorne gepredigt wird, komplett im Widerspruch mit dem, was miteinander geteilt und gelebt wird?

Wir sollen ein Wohlgeruch sein für den Herrn, dass der Herr zu der Welt sagt: Schaut, hier ist meine Gemeinde, und sie ist mein Leib, sie ist mein Körper, und ich bin das Haupt – also Christus, nicht ich. Christus ist das Haupt, und das ist der Leib.

Und wenn ein Organismus gut funktioniert, dann tut der Leib das, was das Haupt will. Wenn es anfängt, dass der Leib etwas macht, was der Kopf nicht will, dann merken wir alle: Das ist ein wenig komisch. Hier ist etwas ins Ungleich-gewichts geraten. Hier ist etwas krank.

Der Leib spiegelt das wieder, was der Kopf will. Tun wir das? Diese Christusähnlichkeit – darauf kommt es an. Und deshalb ist diese Liste mehr als einfach nur eine Liste, sondern sie macht das Leitungsamt schön. Aus diesem Grund existiert – und das finde ich sehr interessant – keine Liste mit Aufgaben.

Habt ihr gelesen? Hier steht nicht: Dienstag sollst du das machen, Mittwoch sollst du über das predigen, und dann sollst du dort Brot austeilen und so weiter und so fort. Keine Liste mit Aufgaben, sondern eine Liste von Herzens-haltungen, die vervielfältigt werden.

Und jetzt öffne ich eine kurze Nebenstraße für dich, Jakob. Sie ist mir wichtig, und auch die Gemeinde soll das mithören. Wir wollen das nicht einfach in unserem Pastorenbüro miteinander ausmachen.

Dass hier keine strikte Aufgabenliste präsentiert wird für die Ältesten, sondern eine Liste von Herzenshaltungen, kann uns einen Hinweis darauf geben, dass wir die Individualität des Leiters respektieren.

Noch einmal: Dass wir die Individualität des Leiters mit seinen Schwerpunkten, mit der Art und Weise, wie er Dinge tut, was er dann tut, auch respektieren. Wir sind in der Christusgemeinde ein Team von Leitern, die alle diese Herzens-

haltung miteinander teilen sollen. Aber die Art und Weise, wie sich das ausgestaltet, kann sehr unterschiedlich aus-sehen – und muss auch unterschiedlich aussehen.

Darum gilt es für dich, Jakob: Achte darauf, dass du nicht den Dienst von jemand anderem kopierst und zu deinem eigenen machst und eine Person in ihrer Art und Weise vervielfältigst. Du bist nicht wie er. Du bist nicht wie er – welche

Leute auch immer in eure Köpfe kommen oder auch in deinen Kopf kommen, Jakob.

Wir als Leiter haben auch Vorbilder, und häufig ertapp ich mich bei dem Gedanken: Wenn ich so wäre wie er – dann. Aber dazu bin ich nicht berufen, zu sein wie irgendein anderer Mensch. Es kann mich inspirieren, es kann mich erfreuen, es kann auch mal Dinge aufdecken, aber wir sind nicht dazu berufen, Kopien anderer Menschen zu sein.

Und das spricht zu uns: Hier ist keine Liste deines Wochenplans, dass du es genauso machst wie Pastor XY. Wir brauchen keine Kopie von jemandem, sondern wir brauchen dich, Jakob, mit Christusähnlichkeit in dir. Und das braucht auch die Gemeinde in Lahr und die Gemeinde in Emmendingen: einengt Leiter, der er selbst ist, mit Christus-ähnlichkeit im Gepäck.

Ich möchte jetzt zu den letzten Versen kommen, und zwar zu den Versen 6 und 7. Wir haben ja noch etwas vor: Wir wollen miteinander beten und dich, Jakob, segnen und dann miteinander das Abendmahl feiern.

Paulus beendet seine Liste, indem er eine Warnung ausspricht, wer nicht Ältester werden sollte: „… nicht ein Neubekehrter, damit er nicht aufgebläht dem Gericht des Teufels verfällt. Er muss aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, damit er nicht in übles Gerede und in den Fallstrick des Teufels gerät.“

Schaut euch noch mal den letzten Vers an. Wir können hier gerade nur einen Vers gleichzeitig anschauen. Im Vorteil ist derjenige, der das Schwert – die Bibel – in der Hand hält; der kann durch alle Verse in einem Nu sehen. Schaut euch mal die letzten beiden Verse an. Was fällt euch auf? Ist es nicht bemerkenswert, dass in der vielleicht bekanntesten Beschreibung des Leitungsdienstes im Neuen Testament so viel vom Teufel gesprochen wird? Ist euch das aufgefallen?

Paulus, das ist ganz schön happig, ganz schön viel, was du da machst. Da ist ganz schön viel Satan, ganz schön viel Teufel. Wir wollten gerade über Älteste reden – jetzt sprichst du so viel über den Teufel. Wir haben sieben Verse, und von diesen sieben Versen ist es Paulus wichtig, gleich in zwei Versen – das ist prozentual richtig viel – von der Wirksamkeit des Satan zu sprechen, wenn er über das Leitungsamt spricht, wenn er über Pastoren spricht. Was ist da los?

Gottes Wort legt Wert darauf, dass wir diese Realität nicht ausblenden. Wir sind nämlich in unserem westlichen Denken leider so blind geworden, dass sogar langjährige Christen diesen Text – oder auch den ganzen Timotheusbrief – lesen, und ihnen fällt nicht einmal auf, dass sie von einer heftigen Wirksamkeit Satans gelesen haben, sodass sie auch nicht darüber sprechen.

Bei allen anderen Dingen schaut man: Was ist wichtig für einen Ältesten, für einen Pastor, für einen Leiter? Aber über die Wirksamkeit des Satans wird dabei nicht gesprochen. Wir sind leider auch Kinder unserer Zeit und geprägt vom Zeitgeist.

Und lasst uns hören, was der Geist Gottes den Gemeinden sagt. Merkt ihr, welche geistliche Realität mitschwingt, wenn wir über Leiter nachdenken. Für Paulus ist es unmöglich, über Leiter zu sprechen und nicht gleichzeitig über die Gefahren, die vom Satan ausgehen für die Leiter.

Einige wenden tatsächlich im christlichen Bereich ein – auch Schwergewichte der Theologie –, Satan nicht zu viel zu thematisieren. Das habe ich schon so häufig gehört. Die Christen sollten nicht so viel über Satan, über den Teufel reden.

Nun, ich weiß nicht – du wirst nicht durch den Timotheusbrief kommen, ohne immer wieder über Satan zu stolpern. Du wirst das Neue Testament nicht lesen können, ohne immer wieder zu sehen, dass zwei Reiche gegeneinander streiten. Jesus Christus ist mit dem Evangelium des Reiches Gottes nicht in ein Vakuum gekommen, sondern er ist in die Finsternis, in das Reich Satans hineingekommen und hat Besitzanspruch angemeldet. Und das gefällt dem Gegen-spieler nicht. Da gibt es eine geistliche Realität, die ist uns bis zum heutigen Tag nicht wohlgesonnen.

„Nicht zu viel über Satan reden“, sagen einige.

Glaubt mir: Du willst dir vorher Gedanken machen und nicht erst dann, wenn dein Pastor sich im Wirkungsbereich des Satans verstrickt hat. Es ist besser, wenn du dir vorher darüber Gedanken machst. Denn wer das nicht beachtet, wird ganz blöd aus der Wäsche schauen, wenn er plötzlich merkt: Hups, mein Leiter, dem ich vertraut habe, ist auf einmal genau in diesem Wirkungsradius des Satans geraten. Er ist genau in diesen Fallstrick geraten.

Was ist da los? Er ist wie ausgewechselt. Da passiert etwas, was ich vorher nicht habe kommen sehen. Plötzlich passieren hier Dinge – die gehören doch hier nicht hin!

Wir sprechen hier nicht von einer theoretischen Gefahr, sondern von einer realen Gefahr – nicht für die Junkys da draußen, sondern wir reden hier von den Vorbildern der Gemeinde, die sich eigentlich doch als löblich und vorbildlich erwiesen haben –, dass diese im besonderen Fokus des Teufels stehen. Von denen reden wir.

Satan hat großes Interesse daran – das lehrt uns dieser Bibeltext –, Leiter zu Fall zu bringen und für seinen Willen gefangen zu nehmen.

So, spätestens jetzt könnte Jakob protestieren und sagen: Du hast gerade noch über die Schönheit des Leitungs-dienstes gesprochen, und jetzt bringst du zum Abschluss deiner Predigt diese Ebene mit hinein. Muss es nicht immer mit einem Happy End enden? Jede Predigt muss doch gut enden.

Ich kann jetzt nicht Amen sagen, oder? Stell dir vor, ich würde jetzt einfach Amen sagen und sagen: Lasst uns mal weitergehen.

Jakob, du würdest sagen: Moment, ich stehe hier am Bahnhof, aber ich wurde nicht abgeholt. Du könntest wirklich sagen: Waldemar, die Schönheit des Leitungsdienstes, die du gerade mühevoll aufgebaut hast, hast du mit den letzten Sätzen einfach niedergerissen.

Aber tatsächlich ist die Anwesenheit des Satans beim Leiter für uns auch eine gute Nachricht. Das offenbart uns auch die Schönheit des Leitungsdienstes. Warum?

Das besondere Interesse Satans an Leiter lehrt uns diese wichtige Wahrheit: Das Leitungsamt ist schön, weil Leiter als Werkzeuge Gottes dem Reich der Finsternis und dem Reich Satans besonders gefährlich werden.

Es lehrt uns eine wichtige Wahrheit: Dort, wo Satan besonders aktiv ist, dort, wo er besonders präsent ist, da gibt es etwas zu holen. Da gibt es etwas für ihn, das man zerstören sollte. Da gibt es etwas Schönes, etwas Heiliges, da gibt es Frieden und Freude im Reich Gottes.

Dort, wo Satan aktiv ist, sollte es uns zeigen: Hier läuft etwas Gutes und Schönes – Gott ist am Werk. Und wir dürfen nicht vergessen, wenn wir uns die alten Schriften ansehen, dass Satan tatsächlich immer genau da versucht zu sein, wo Gottes Segen ist, wo er wirkt und sich entfaltet.

Gott schuf den Menschen. Das ist gut – das ist gut – das ist gut. Ich bin, was die Reihenfolge der Schöpfungs-geschichte angeht, nicht so gut. Einige sind Freaks in diesem Thema und kennen die Reihenfolge genau. Auf jeden Fall sagt Gott hier: Das ist gut, das ist gut. Und ganz am Schluss sagt er: Das ist sehr gut.

Und du denkst dir: Oh, die Bibellese beginnt richtig schön, richtig erhebend – zwei Kapitel: alles gut, gut, gut, schön.

Drittes Kapitel: Satan ist da.

Gott schafft sehr Gutes. Satan kommt und will das alles zerstören. Du liest das Buch Hiob und liest, wie Gott sich darüber freut, welches Glaubensvorbild Hiob ist. Er ist sozusagen sein bester Mann. Hiob ist der beste Mann, und Gott lobt ihn.

Satan spuckt sich in die Hände und sagt: „Dem zeige ich’s, den mache ich nieder. Diesen Glauben werde ich zerstören, und er wird sich von dir abwenden.” Satan ist sofort da, wo Gott lobend, fröhlich über diesen Hiob spricht.

Jesus Christus kündigt, die Königsherrschaft Gottes an. Er kommt, er steht in seiner Taufe. Es ist ein gewaltiger Moment, in dem man die Präsenz Gottes in massiver Weise sieht. Nächster Vers: Der Satan steht vor der Tür, und er möchte diesen Messias zur Sünde verleiten.

Der Satan ist immer dort, wo Gott etwas neu aufbricht. Der Satan ist immer dort, wo Gott seinen Segen bringen möchte. Wenn du dich freust über das Wirken Gottes, dann sei gelehrt und geschult von dem Wort Gottes, dass Satan nicht schläft, dass Satan nicht weit weg ist; sei wachsam, damit das Schöne auch schön bleibt.

Aber wenn wir einfach denken: Ach, es ist alles so schön, es ist alles so neu, Gott ist so kräftig und Gott ist so salbungsvoll unter uns, wir freuen uns im Herrn – dann sucht Satan jeden Winkel, um die Gemeinde Gottes nieder-zudrücken, weil er es hasst, wenn etwas Schönes aufbricht. Darum muss Satan da sein und suchen, weil das Leitungsamt schön ist, weil es effektiv ist und den Satan auch das Fürchten lehrt.

Satan und seine Dämonen sind real und aktiv. Wir befinden uns in einem Krieg gegen diese Mächte – ob wir es erkennen oder nicht.

Ich komme zum Schluss. Ich will, Jakob, dass die Christusgemeinde an deinem Dienst erkennt, dass der Sohn Gottes offenbart worden ist, damit er die Werke des Teufels vernichtet. Dazu hat er dich gesetzt, um zu proklamieren, dass Jesus Christus Sieger ist.

Ich möchte schließen.

Das Wort ist gewiss. Das Wort, diese Botschaft, ist wirklich wahr: Wenn jemand nach einem Leitungsdienst trachtet, so begehrt er ein schönes Werk.

Amen, Amen.

 

Bibelstellen:

1. Timotheus 3,1–7; Micha 6,8; 1. Mose 1,3.4; Johannes 1,5; Epheser 4,11; Apostelgeschichte 20,28; Philipper 3,17; Hebräer 13,7